Software-Produkt oder Dienstleistung – woran erkennen Sie den Unterschied?

Wenn ein Unternehmen Softwarelösungen sucht, ist das häufig der Ausgangspunkt für aufwändige Auswahlprozesse einer meist langwierigen und teuren Lösungssuche. Mit vielen Kriterien soll die Entscheidung, welcher Invest getätigt wird, möglichst objektiviert werden.

Schritt 1: Welche wirtschaftlichen und technischen Erwartungen an die Lösung gibt es?

Die Entscheidung hängt von Kriterien ab, die auf einer wirtschaftlichen oder technischen Basis entstehen. Vorausgesetzt die Rahmenbedingungen für eine solche Investitionsentscheidung sind passend gewählt, resultieren für Unternehmen häufig lange Betriebszyklen für die gekaufte Softwarelösung und damit oft eine hohe Erwartung an den Return-On-Invest.

In vielen dieser Entscheidungen wird die Frage nach dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung nicht gestellt und deshalb auch nicht bewusst beantwortet. Dabei ist diese Entscheidung für die Betrachtung des Total Cost of Ownership (TCO) ein wichtiges Merkmal.

Echte Produkte und Dienste unterscheiden

Der Weg zur Entscheidung ist mühevoll. Die Auswirkungen einer Fehlentscheidung beeinflusst die Entwicklung eines Unternehmens über Jahre.

Was passiert, wenn trotz eines intensiven Auswahlprozesses eine falsche Entscheidung getroffen wird? Beispielsweise weil der Entscheider die Dienstleistung nicht erkennt? Das angebotene Produkt kein Produkt ist, sondern ein Service – ein verkappter Dienstleistungsvertrag. Ich fokussiere mich auf 5 Thesen, an denen Sie Produkte und Dienste von außen unterscheiden können

5 Thesen zur Vermeidung einer Fehlentscheidung

Was sind die Merkmale für echte Software-Produkte?

  • Bei echten Produkten ist eine kurzfristige Lizenzierung ohne individuellen Vertrag möglich, während Dienstleistungen in langfristigen (1-/2 Jahresverträgen) häufig Service-Anteile im vermeintlichen Lizenzpreis versteckt sind. Darüber hinaus gibt es aber bei Produkten natürlich Rabatte bspw. bei langfristiger Bindung oder Vorabzahlung (üblich sind 10-20%). 
  • Das Angebot eines Proof of Concept (PoC) durch den Anbieter: Ein echtes Produkt hat sich schon im Einsatz bei vielen anderen Kunden in unterschiedlichen Fällen bewährt. Dagegen schützt ein PoC vor allem den Service-Anbieter, der sein Risiko vorher prüfen muss.
  • Der Kunde muss nichts an seinen Prozessen oder Voraussetzungen (Daten, anderen Beistellungen) ändern/beitragen/verstehen, wenn es sich um kein echtes Produkt handelt: für Integration muss der Service-Anbieter alles „von Hand“ individuell bauen, daher gibt es weniger Standards, die vom Kunden erfüllt werden müssen. Für die Mitarbeit des Kunden möchte der Produkt-Anbieter aber gerne mehr Einblick und Verständnis des Kunden erreichen, da dies den gesamten TCO senkt, weil der Software-Kunde mit internen Kräften mitwirken kann und nicht (teure) Change-Requests oder Serviceretainer beim Anbieter bezahlen muss.
  • Feature-Wünsche des Kunden werden 1:1 wie beschrieben umgesetzt, wenn es sich um keine fertige Software-Lösung handelt. Da davon nur einzelne Kunden betroffen sind, ist die Umsetzung und Konzeption sehr schnell und der Service-Anbieter kann damit Produkt-Fortschritt vortäuschen. Allerdings kommen diese Entwicklungen nur einzelnen Kunden zugute und der Kunde profitiert nicht von einer Weiterentwicklung des Gesamtprodukts.
  • Softwareanbieter, die ein Produkt verkaufen, bieten üblicherweise verschiedene externe Service Partner an, die gleichwertig mit ihm und dem Kunden am System arbeiten können, ohne spezielle Tools oder spezielle Rechte-Ebenen zu haben (außerhalb von üblichen Rechte/Rollen-Systemen). Dies macht den Kunden-Nutzer gleichwertig und so kann er auf Augenhöhe mitarbeiten und auch bei größeren Projektaufträgen verhandeln. Unterschiedliche Service Partner im Portfolio sorgen dazu dafür, einen natürlichen Markt, Vergleichbarkeit und eine höhere Servicequalität herzustellen.
 
 

AX Software zur Textgenerierung – das Richtige für Ihr Business?

Hinweis: Sie werden auf die englische Website weitergeleitet.
Direkt Kontakt auf nehmen? Schreiben Sie uns an sales@ax-semantics.com.
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin